Deutschland’s Rückgrat bricht!

Noch ehe das „Klimapaket“ der Bundesregierung überhaupt seine schädliche Wirkung entfalten kann, machen sich die segensreichen Auswirkungen der bisherigen deutschen katastrophalen Energie- und Wirtschaftspolitik bemerkbar: Massenentlassungen, Stellenabbau, Nachfrageflaute. Die Automobilindustrie, einst Stolz und Rückgrat der Wirtschaftsmacht und Garant des Export-Weltrangs der Bundesrepublik, geht langsam, aber sicher in die Knie. Experten hatten lange vor der vorsätzlichen Demontage der Branche durch die gängelnde, rufschädigende und grünideologische Politik gewarnt – vergeblich. Jetzt kommt die Spirale langsam ins Rollen: Die Meldungen über Stellenstreichungen, Firmenschließungen, Standortverkleinerungen überschlagen sich. Das alles ist aber erst der Anfang einer Katastrophe.

Wie „Focus“ meldete, wird der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental weltweit 20.000 Stellen abbauen, davon allein 7.000 in Deutschland. Fast zeitgleich versetzte die Nachricht über die Schließung des Michelin-Werks in Hallstadt die Region Bamberg in Schock: 858 Mitarbeiter stehen dort künftig auf der Straße. Erst vor zwei Tagen hatte „n-tv“ über einen Stellenabbau beim Reifenhersteller Goodyear in Hessen berichtet; auch der Mitbewerber Dunlop wird in Kürze nachziehen. Und ebenfalls gestern meldete „Bild Saarland„, dass das Saarbrücker Gusswerk, ein bedeutendes Motorengusswerk und ebenfalls Zulieferer der Automobilindustrie, vor der Pleite steht und die 1.000 Mitarbeiter mit dem Schlimmsten rechnen müssen.

Die gegenwärtigen Meldungen reihen sich nahtlos in entsprechende Nachrichten der letzten Monate ein, die ebenfalls von gewaltigen Einschnitten und Arbeitsplatzverlusten einer ganzen Branche und ihrer Zulieferbetriebe zeugten; im August war es die Ankündigung von Bosch, 50.000 der 410.000 Arbeitnehmer weltweit abzubauen – Grund war vor allem der von einer ökologischen Geisterdebatte vorangetriebene Nachfragerückgang beim Diesel; alleine 15.000 Bosch-Stellen in Deutschland hängen vom Diesel ab. 600 wurden bereits im Vorjahr abgebaut, in diesem und in den kommenden Jahren wird sich die Zahl noch erhöhen. Überall in Europa stehen Unmassen fabrikneuer Dieselautos auf Halde, die niemand mehr will.

Hiobsbotschaften am Fließband

Im September wurde Thomas Puls, Volkswirt sowie Umwelt- und Verkehrsexperte am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, in Focus mit schwarzseherischen Prognosen zitiert: „Die goldene Dekade deutscher Autobauer ist vorbei„. Es drohe ein riesiger Stellenabbau – auch bei den Herstellern selbst. Die – nach global betrachtet fast zehn wachstumsstarken Jahren nunmehr schwächelnde – Konjunktur ist dabei nur ein Aspekt: Der Hauptgrund ist eine von der Politik vorsätzlich geschürte Verbraucherunsicherheit gegenüber dem Automobil – weder sind die Spritpreise von morgen bekannt, noch die künftig tolerierte oder verfügbare Hauptantriebstechnik, noch die immer wichtiger werdende soziale Akzeptanz des Automodells: Wer heute SUV kauft, steht morgen schon am Pranger. So wie Millionen Deutsche im Glauben, mit verbrauchsschonenden steuerbegünstigten Dieselfahrzeugen eigentlich etwas für Umwelt und CO2-Bilanz zu tun, praktisch über Nacht zu Dreckspatzen und Luftverpestern wurden, mit Fahrverboten überzogen wurden und einen gigantischen Wertverlust ihrer Autos hinnehmen mussten: Zuerst kam der Software-Manipulationsskandal, dann die Propaganda wegen „Feinstaub“ und Schwefeloxiden. Am Ende war ein deutsches Erfolgsprodukt erledigt und zum Buhmann degradiert.

Der Feinstaub-Hype leitete nahtlos über zur Klimahysterie – der sogar die Politik blind folgt. Ohne auf die ökonomischen und sozialen Folgen des größten Arbeitsplatzvernichtungsprogramms der Nachkriegsgeschichte zu schauen, beklatschen Medien und Aktivisten eine Verteuerungs- und Bevormundungspolitik. Die Berichterstattung kennt nur noch Heldenverehrung der Klimajünger; die eigentlich viel wichtigeren, weil existentiellen Meldungen über die wirtschaftlichen Folgen werden an den Rand gedrängt und kaum beachtet. Während beim Klimaschutz das Engagement jedes einzelnen zählt und der große Zusammenhang gesehen wird, blendet die Öffentlichkeit ihn bei den wirtschaftlichen Schreckensmeldungen aus: Es wird nichts im Kontext berichtet, immer nur einzelne Ereignisse. Doch in der Summe sind es 15.000 bis 20.000 Arbeitsplätze, die in den letzten Monaten vernichtet wurden – und die Zahlen werden exponentiell wachsen. Irgendwann wird den Deutschen dämmern, dass sie aus „Nachhaltigkeitsgründen“ den Ast abgesägt haben, auf dem sie feist und selbstgerecht sitzen.

Die Herzkammern der deutsche Wirtschaft sterben

Während in den globalen Konzernen die ganz großen Einschläge erst noch bevorstehen, sind vor allem zunächst die mittelständische Zulieferfirmen die Leidtragenden: Sie machen bereits reihenweise dicht, landauf, landab. Letzte Woche standen beim Hagener Autozulieferer Prevent TWB die Räder still, die 140 Mitarbeiter wurde nach Hause geschickt. Am Tag zuvor hatte die Brandl Maschinenbau GmbH die Schließung ihres Werks in Pfeffenhofen bei Landshut angekündigt – 120 Arbeitnehmer verlieren ihren Job. Dies sind nur zwei Beispiele von vielen, in denen es bereits ganze Firmen unwiederbringlich verschwinden; in den meisten Fällen werden – noch – lediglich Stellen abgebaut; doch die Tage der Zulieferindustrie sind ebenso gezählt wie die des Automobilstandorts Deutschland. Gerade diese mittelständischen Firmen stellen die Hauptträger deutscher Ingenieurs- und Fertigungskunst da: Es sind diese Betriebe, in denen Unternehmergeist, Qualität, Flexibilität und vor allem: Patente stets zuhause waren; sie bilden nicht nur die Grundlage des wirtschaftlichen Wohlstands, sondern auch des deutschen Prestiges in aller Welt. Dass diese Herzkammern der Wirtschaft nach und nach verschwinden, ist ein Alarmsignal.

Sie alle sind die ersten Opfer einer verantwortungslosen grünen Wahnsinnspolitik, die Deutschland nicht nur die mit höchsten Energiepreise in Europa beschert hat, sondern mit ihrer Verteufelung des Individualverkehrs der Autobranche mit ihren insgesamt rund 850.000 direkten Beschäftigten das Rückgrat brechen will. Was für Thomas Cook, andere Reiseanbieter und einige Fluggesellschaften als unmittelbare Folge des Klima-Wahns bereits Realität wurde, wird auch den großen Automarken mittelfristig blühen.

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