Auf den Hund gekommen

Schon sehr lange reifte in mir der Wunsch, einmal unterwegs zu sein wie vor 100 Jahren Jack London es getan hatte. Mit dem Hundeschlitten durch die nördliche Wildnis. Da mir der mentale und sportliche Aspekt sehr wichtig ist, musste es eine Tour im Expeditionsstil sein. Zur Erklärung: Bei diesem Stil wird die gesamte Ausrüstung einschließlich des Hundefutters unter allen Gespannen aufgeteilt. Es gibt unterwegs keine Depots!

Durch das Internet und der Fachzeitschrift“ Outdoor“ stieß ich auf Björn Klauer. Ein Deutscher, der nach Norwegen ausgewandert ist, um dort seinen Traum zu leben. Er bietet verschiedene Touren von unterschiedlicher Dauer an. Für den Anfang, wer weiß vielleicht werden es auch mehr, entschied ich mich für eine Woche „Nord-Licht-Tour“.

Bevor die Reise losging besorgte ich mir bei Globetrotter-Ausrüstung die mir noch fehlenden Gegenstände. Zum Beispiel Thermounterwäsche, eine Daunenjacke, Ajungilak Schlafsack bis -40 Grad, ebenso die Stiefel, Sorel Caribou, Handschuhe, Socken und, und, und. Da kam ganz schön was zusammen. Aber ich dachte mir, das wird wohl nicht die letzte Reise in den hohen Norden sein.

Als es endlich losging war ich voller Erwartungen auf die Natur, die Kälte, die anderen Teilnehmer und natürlich ganz besonders war ich gespannt auf die Hunde. Hatte ich doch bis jetzt keinerlei Erfahrung mit Hunden und schon gar keine mit Sibirischen Huskys.

Von Frankfurt ging es über Oslo nach Bardufoss, es liegt etwa 80 km nördlich von Narvik. Dort wurde ich wie vereinbart von Björn abgeholt und wir fuhren zur Farm.

Die Farm liegt an einem 35 km langen Stausee mit dem Namen: Altevatnet. Mich erwartete ein Gästehaus inmitten unberührter Natur. Die Stille, die Weite, die klare Luft, alles ist einfach überwältigend!

Während des Abends und am nächsten Tag lernte ich die anderen Teilnehmer kennen und wir bekamen auch gleich die Gelegenheit die Hunde kennen zu lernen.

Nach einer grünlichen Einführung in das Mushing, so wird das Hundeschlittenfahren genannt, und Trainingstouren rund um die Farm ging es am nächsten Morgen los.

Der wichtigste Satz, der uns Björn übermittelte und immer wieder wiederholte, bereitete mir ein wenig Unbehagen: Egal was passiert, niemals den Schlitten loslassen!

Denn sonst sind die Hunde weg!!!

Naja, es wird schon alles gut gehen dachte ich mir und so starteten wir nach Süd-Osten Richtung Schwedische Grenze.

Nach wenigen Metern wurde mir klar, Hundeschlittenfahren ist nicht so einfach wie es aussieht. Die Kraft der Hunde ist außergewöhnlich, jeder von uns hatte 6 Hunde vor dem Schlitten, aber trotzdem muss man die Hunde ständig unterstützen. Besonders wenn es Bergauf geht. Dann bleiben sie einfach stehen und erwarten die Hilfe des Mushers.

An unserem ersten Abend übernachteten wir in einem traditionellen Samenzelt. Das war schon gleich einer der vielen Höhenpunkte der Tour, bei der die Tages Anstrengungen völlig vergessen wurden.

Und als wir in der Nacht erschöpft einschliefen stimmten unsere Huskys ein Wolfsgeheul an, sodass das Jack London Klischee vollkommen zum tragen kam.

Das Außergewöhnlichste für mich bei dieser Tour war das intensive Naturerlebnis, die Weite, die Stille, der unbändige Wille der Hunde zu Laufen, ein Erlebnis, dass ich nur jedem Abenteurer und Naturfreund empfehlen kann!

Und für mich war das auf jeden Fall nicht die letzte Tour in den hohen Norden!

Nicht nur um Sie wieder zu sehen, die Nordlichter!

4 Kommentare bei „Auf den Hund gekommen“

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    1. Hans Günter Klein sagt: Antworten

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